Teichl und Maifliege

haben ja eigentlich nicht wirklich viel miteinander zu tun. Mitte September schon gar nicht. Oder etwa doch? .....

Regen, Starkregen und Fliegenfischen bei Starkregen.... gäbe es bei Verben das Superlativ, dann würde es wohl so heißen. Ich habe mich nach dem ersten Blick aus dem Fenster genau darauf vorbereitet, nämlich bei Starkregen in der Teichl zu fischen. Einmal damit abgefunden, war der Gedanke daran schon gar nicht mehr so schlimm.

Allein die Fahrt zum Wasser war schon alles andere als angenehm, aber die Hoffnung auf einen guten Fliegenfischertag ließ keine schlechte Laune aufkommen.

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Am Wasser, an der oberen Reviergrenze, angekommen, die Erlösung: Die Teichl war tatsächlich befischbar. Nicht allzu hoch und nahezu glasklar. Der Regen hat auch fast aufgehört.

Meinem Vorhaben, nämlich die gesamte Schlucht fliegenfischend zu durchwandern, stand somit nichts mehr im Weg.

Ich fuhr zum geplanten Ausstiegspunkt, ungefähr in Reviermitte, und stellte dort mein Auto ab.

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Die Ausrüstung angelegt, alles auf Vollständigkeit überprüft, Jause und ausreichend zu trinken im Rucksack, noch ein kurzer Blick auf die tief hängende Wolkendecke. Ob das Wetter wohl anhält?

Egal - Gore Tex sei Dank ist Wasser von oben kein allzu großes Problem.

Da hatte ich schon Schlimmeres in Erinnerung....

Die gemütliche Wanderung zum Einstiegspunkt oberhalb der Schlucht konnte also beginnen, zwischendurch immer wieder ein hoffnungsvoller Blick auf die Teichl.

Gleich nach ein paar Minuten vergnügter Wanderung der erste Dämpfer - der Weg war mit Stacheldraht versperrt. Ok, also irgendwie unten durch und meine Wanderung konnte fortgesetzt werden. Bis.... , mein Problem zeigte sich in Form einer Rinderherde, die voll Freude auf mich zustürmte......

"Weitergehen, einfach weitergehen....." Gott sei Dank war zwischen den Rindviechern und mir noch ein elektrischer Weidezaun. "Ob die Tiere das auch wissen?"..... "weitergehen und einfach ignorieren." Mein Mut war schon ein ganzes Stück vorausgelaufen, die Rinderherde immer neben mir. "Irgendwie klingt das Schnauben der Tiere nicht besonders beruhigend......" , "einfach weitergehen, und nur nicht umdrehen....".

Nach einer gefühlten Ewigkeit - endlich geschafft!

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In sicherer Entfernung - ich hatte meinen vorausgelaufenen Mut auch wieder eingeholt, ein letzter Blick zurück.

Sind eigentlich ganz friedliche, liebe und brave Viecher.

Und absolut harmlos - wenigstens aus der Entfernung. Man liest ja immer wieder von Unfällen mit Weidetieren und Wanderern.

Was sind die Wanderer aber auch so blöd, und laufen mitten durch die Almweiden.... Touristen!

Dank der Stacheldrahteinzäunungen und den Weiderindern "durfte" ich einen Umweg durch die Natur machen, dazwischen immer wieder einen Blick auf das Wasser  erhaschend.

Schwül wird es und anstrengend. Mit Watausrüstung wird auch eine kleine Wanderung zur Strapaze....

Da, endlich eine Abzweigung zum Wasser. Freude kam auf, ich war im Zwiespalt. Abkürzen und auf die Schlucht verzichten, oder weitergehen und weiterplagen und dafür die Schluchtfischerei......?

Wie habe ich entschieden?

 

Davon mehr in der Fortsetzung....

 


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